B&W Kartteam - News

Freud und Leid für B&W Kartteam in Wittgenborn

Benedikt Gentgen
Benedikt Gentgen
Coen Nijsen
Coen Nijsen
Larry ten Voorde
Larry ten Voorde
Leon Wippersteg
Leon Wippersteg
Luis-Miguel Glania
Luis-Miguel Glania

Ein Auf und Ab erlebte das B&W Kartteam von Birgit und Wolfgang Krauss am vergangenen Wochenende beim vorletzten Saisonlauf der ROTAX MAX Challenge in Wittgenborn. Die Emsbürener Mannschaft stellte am Abend zwar einen Sieger, hatte aber weitaus mehr in Aussicht.

Das Feld der MICRO-Piloten lag eindeutig in der Hand von Luis-Miguel Glania (EA). Der EA-Fahrer gab sich im Zeittraining noch mit Platz zwei zufrieden und sicherte sich in den Rennen die maximale Punkteausbeute mit einem Doppelsieg. Für das Saisonfinale in Hahn hat Glania noch alle Chancen auf den Gesamtsieg.

Ein Desaster erlebte Leon Wippersteg bei den JUNIOR-Cup. In Wackersdorf noch gewonnen, lief es in Wittgenborn überhaupt nicht rund. Dabei sah im Zeittraining noch alles ganz gut aus, lag Wippersteg doch auf dem aussichtsreichen vierten Platz. Doch im Prefinale verließ ihn das Glück. Eine gebrochene Hinterachse warf ihn vorzeitig ins Aus. Auch im Finale ging es nicht mehr richtig vorwärts. Eine Kollision zu Rennbeginn verhinderte den Vorwärtsdrang, so dass letztlich nicht mehr als Position zehn möglich war.

Deutlich besser lief es zunächst bei seinem Teamkollegen Benedikt Gentgen, der sich im Prefinale vom fünften Startplatz eindrucksvoll auf Rang zwei vorkämpfen konnte. Aber das Finale wurde zum Desaster. In einem packenden Rennen konnte er hier die Führung übernehmen. Fortan lieferte er sich packende Kämpfe mit den Verfolgern, die er im Ziel äußerst knapp hinter sich halten konnte. Doch der Jubel über den vermeintlichen Sieg hielt nicht lange an. Eine Zeitstrafe von zehn Sekunden aufgrund eines Frühstarts machte die glanzvolle Leistung des Youngsters zunichte und warf ihn auf Platz sieben zurück.

JUNIOR-World-Pilot Larry ten Voorde schien auch in Wittgenborn das Maß der Dinge zu sein. Nach der Bestzeit im Zeittraining konnte er im Prefinale ebenfalls glänzen und das Rennen gewinnen. Das Finale hätte sodann bereits eine Vorentscheidung im Titelkampf herbeiführen können, doch letztlich sollte es anders kommen. Diesmal musste sich der Youngster nach dem Start mit Position zwei zufrieden geben. Doch Larry ließ dem Führenden keine Pause und setzte ihn über die gesamte Renndistanz unter Druck. Als sich das Rennen dem Ende neigte, ereignete sich das Drama. In der letzten Runde musste Larry sein Kart im Aus abstellen - Diagnose Kettenriss, Ergebnis null Punkte.

Die Enttäuschung war am Abend groß, denn im spannenden Kampf um den Meistertitel war eine Nullnummer das Letzte, was der junge Niederländer gebrauchen konnte. Jetzt heisst es nach vorne blicken und sich auf das große Finale in Hahn vorzubereiten. Hier könnte Larry in vier Wochen seinen dritten RMC-Titel unter Dach und Fach bringen. Hoffen wir, dass das Glück dann auf seiner Seite ist.

Auch MAX-World-Pilot Coen Nijsen war nicht vom Glück verfolgt. Mit Platz 16 im Zeittraining war der Niederländer nicht wirklich zufrieden. Im Prefinale verbesserte er sich nach harten Positionskämpfen immerhin auf den 14. Rang, bevor im Finale die Ernüchterung folgte. Gleich mehrere Rangeleien und Kollisionen bugsierten den EA-Fahrer zurück auf den enttäuschenden 19. Schlussplatz.

"Was für ein Wochenende. Wir haben wirklich eine Achterbahnfahrt hinter uns. Wir freuen uns natürlich über den Sieg in der MICRO-Klasse, sind aber sehr enttäuscht über den Ausgang der beiden JUNIOR-Rennen. Sowohl Benedikt, als auch Larry hatten die Mittel, um hier zu gewinnen. Dass es dann am Ende nicht gereicht hat, ist wirklich schade. Jetzt werden wir beim Finale in Hahn dafür doppelt so stark angreifen müssen", so Birgit und Wolfgang Krauss am Abend.